Let’s Get Digital zu Wort – Bas Krijgsman

Bas und Ruben sehen ihren Traum zerbrechen. Am 15. März 2020 wird bekannt gegeben, dass alle Veranstaltungen bis einschließlich ersten September verboten sind. Ein stark wachsendes Unternehmen namens EventInsight sieht seinen Umsatz auf null absinken. Buchstäblich jede Veranstaltung wird abgesagt.

Lassen wir uns dadurch kleinkriegen? Nein, natürlich nicht! Es ist der Enthusiasmus und die Fanatik, die EventInsight antreibt. Bas Krijgsman, Mitgründer von Let’s Get Digital erzählt:

Das Leben war gut

Bevor Let’s Get Digital ins Leben gerufen wurde, traten wir unter dem Namen EventInsight auf. Wir entwickelten einen Tool, mit dem wir den Besuchern die Vernetzung erleichterten und eine Verbindung zwischen der Organisation und den Besuchern sicher stellten. Das Beste daran war, dass wir die Daten der Veranstaltung transparent gemacht haben. 

EventInsight konzentrierte sich ganz auf offline Events. Wir waren gerade mal zwei Jahre unterwegs, hatten eine App, die monatlich um 15 bis 20 % Nutzer zulegte, und waren in mehr als 20 Ländern aktiv. Wir arbeiteten hart, aber mit viel Spaß. Das Leben war gut.

Alles ging in raschem Tempo

Und dann kam Corona. Es war nur noch eine Frage von Tagen, bis unsere erste Veranstaltung abgesagt wurde: Eine internationale Veranstaltung, die sich an den chinesischen Markt richtete. Das Event konnte natürlich nicht stattfinden. Da dachten wir schon: „Die Kacke ist am Dampfen“. Doch bevor wir wirklich darüber nachdenken konnten, klingelte das Telefon glühend heiß. 

In kürzester Zeit erhielten wir alle Stornierungen. Und das ging wirklich schnell. Ab und zu kam noch eine weitere Mail, dann sprangen wir vor Freude fast aus unseren Stühlen. Aber auch das war eine Absage. Wir begannen mit Veranstaltungen in 20 Ländern, und innerhalb weniger Wochen hatten wir nichts mehr zu tun. 

Wir hatten sogar die Idee, Lebensmittel zu liefern, nur um etwas tun zu können.

FoodInsight?

Und was jetzt? Wir mussten plötzlich etwas ganz anderes tun. Das war für mich sehr widersprüchlich. Als Unternehmen hat es natürlich keinen Spaß gemacht. Aber als Unternehmer fand ich es interessant. Insgeheim habe ich es genossen, wieder kreativ zu arbeiten und eine neue Herausforderung anzunehmen. 

Die Herausforderung bestand darin, unsere Mitarbeiter so schnell wie möglich wieder an die Arbeit zu bringen. Sie saßen nun zu Hause und wollten arbeiten, aber das war nicht möglich. Das hat uns nicht gefallen. Wir hatten sogar die Idee, Lebensmittel zu liefern. Nur um etwas zu tun.

Gruppen Quarantäne

An einem ruinierten Samstag Morgen bekam ich eine Eingebung. Ich rief Ruben an und fragte: „Warum stellen wir nicht das ganze Team unter Quarantäne? Wir mieten einen Campingplatz irgendwo in Drenthe und machen daraus eine Fete. Und gleichzeitig verwandeln wir unsere App in eine digitale Plattform“. „Let’s Get Digital!“, rief Ruben sofort kämpferisch aus. „Hey, der Name ist gut Ruub“, sagte ich nonchalant.

Nach diesem Gespräch riefen wir das Team zusammen. Dann stehen plötzlich alle vor einem und fragen sich, was wir vorhaben. Und während alle Augen auf Sie gerichtet sind, müssen Sie das beantworten. Der Plan war, sich gemeinsam vier Monate lang in einem Haus unter Quarantäne zu stellen, ein Brainstorming durchzuführen und im Oktober wiederzukommen. Gesagt wie getan.

Kreativität fördern

Während die ganze Welt abgeriegelt war, arbeiteten wir an einem großartigen Produkt. Um unsere Kreativität zu fördern, organisierten wir alles Mögliche: Tischtennisturniere, Bootcamps, Präsentationen. Wir haben sogar einen richtigen Escape Room gebaut. Alle vorherigen Team-Tage sind nicht vergleichbar. Wir hatten einen schönen Moment nach dem anderen. Jetzt sind wir nicht mehr Kollegen, sondern Mitbewohner. 

Der ursprüngliche Plan, sich vier Monate lang zu verstecken, endete nach drei Tagen. Bald merkten wir, dass sich auch die Eventmanager nicht trauten, über den kommenden Oktober zu sprechen. Dann kam der entscheidende Faktor. „Was, wenn wir dafür einen Rettungsplan erstellen? Eine digitale Veranstaltung im Oktober“. Dann können sie wenigstens unsere App herunterladen. Und wenn wir es im Oktober nicht offline tun können, werden wir alles digital anbieten. 

„Ich glaube, wir haben etwas, Bas“, sagte Ruben zu mir. „Ja, das glaube ich auch“, antwortete ich. „Und stell dir vor, wie viel Reisezeit und CO2 wir der Welt damit ersparen können…

Die Idee einer digitalen Veranstaltung ist vorgelegt worden. Und es spielte keine Rolle, wem wir sie vorschlugen, jeder liebte sie. Innerhalb von drei Tagen war eine weitere Veranstaltung geplant, und unser Energielevel lag bei 200%. Dann gaben wir eine mutige Ankündigung ab: „Es wird in drei Wochen fertig sein“. Wir wussten nicht, ob das funktionieren würde, aber wir sorgten dafür.

De 21-Tägige Arbeitswoche

Und das ist auch geschehen. Keiner von uns hatte wirklich Erfahrung mit digitalen Events oder hatte überhaupt jemals darüber nachgedacht. Nicht jeder wusste, was zu tun war. Es war immer noch in unseren Köpfen, also mussten wir es erst einmal umsetzen. Ich glaube, wir hatten damals eine 21-tägige Arbeitswoche, um es zu realisieren. Das waren verrückte Arbeitszeiten, von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends. Sie hätten im Büro dabei sein sollen, es ging wirklich ab wie Schmitz’ Katze! 

Wir haben uns die Latte auch selbst hoch gelegt, indem wir sie ganz anders als bei den klassischen Webinaren angesetzt haben. Wir wollten der Erfahrung einer Veranstaltung entsprechen. Wir wollten, dass die Besucher beim Abendessen sagen: „Ich bin zu einer Veranstaltung gegangen“ und nicht: „Ich habe ein Webinar mitgemacht“. 

Dieser Wandel war eine große Herausforderung. Von der digitalen Unterstützung an einem klassischen Veranstaltungsort wurden wir plötzlich selbst zum Veranstaltungsort… und das auch noch digital. Wir mussten in dieser Rolle wirklich wachsen. Ich glaube, das Schwierigste an all dem war, dass alle so sehr wollten und das mehr als ihnen gut tat. Es führte zu schwierigen Situationen, in denen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sahen.

Dennoch wussten wir immer besser, wohin wir gehen wollten, und die Plattform entwickelte sich allmählich zu einem echten Online-Veranstaltungsort. Um so nah wie möglich am Erlebnis einer Veranstaltung zu bleiben, haben wir in unserer Plattform mehrere Funktionen eingebaut: vom Check-in bis zum Netzwerk-Karussell

Und dann war es soweit, die Let’s Get Digital-Plattform war einsatzbereit. Und viele unserer Kunden haben es gerne genutzt. Von ein bis zwei klassischen Veranstaltungen pro Tag sind wir bereits bei vierzehn digitalen Veranstaltungen pro Tag. Das ist ein ziemlicher Unterschied. Wir haben riesige Höhepunkte, wo uns plötzlich 20 Kunden anrufen und gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit wollen. Das ist ein bisschen überstürzt. Glücklicherweise haben wir jetzt ein viel größeres Team.

Nicht mit dem Strom schwimmen

Die Erfahrung von Let’s Get Digital hat mein Leben verändert. Ich bin auf der Arbeit. Wir haben bereits eine Menge Erfahrung, aber das bedeutet, dass ich oft kein Wochenende hatte. Und wenn ich ein Wochenende Zeit hätte, würde ich Sonntagnachmittag wieder zur Arbeit kommen. Aber das macht Spaß! 

Ich empfand es als eine große Herausforderung, wieder in einer anderen Denkweise zu arbeiten. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, schalte ich oft um, aber dieses Mal auf ganzer Linie. Aufgrund dieser Erfahrung habe ich gelernt, schneller umzuschalten und eine Lösung zu finden, wenn etwas passiert… anstatt dem Mainstream zu folgen.

All dies hat auch das Team verändert. Wir haben viel Erfahrung gesammelt, wir haben viel gelernt, und wir sind uns noch näher gekommen. Das kann uns niemand mehr nehmen.

Offline? Keinesfalls!

Vor der Krise war ich sowieso der Meinung, dass Events offline stattfinden MÜSSEN, denn Menschen müssen einander sehen können, 100%. Diese Ansicht hat sich inzwischen um 180 Grad gedreht. Auch nach Corona wird sicher nicht mehr alles offline stattfinden. Es spart enorm viel Zeit und all das Drumherum. 

Zudem belastet ein online Event die Umwelt wesentlich weniger und ist zugänglich für eine Größere Anzahl Menschen. 

Die Digitalisierung von Veranstaltungen zum Beispiel schafft plötzlich Platz für Studenten auf einem normalerweise teuren medizinischen Kongress. 

Was mir auch an unserer Plattform gefällt, ist, dass es einfacher ist, während der Veranstaltungen mit den Menschen zu sprechen. Sie müssen nicht mehr nach bestimmten Personen suchen, mit denen Sie gesprochen haben oder sprechen wollen, alles wird registriert. Denn seien wir ehrlich: Auch wenn die Leute sagen, sie seien sozial, findet es fast jeder unheimlich, auf jemanden zuzugehen. 

Unsere Matching-Software erledigt dies für Sie auf leicht zugängliche Weise. Ein Medizinstudent, der mit einem berühmten Redner sprechen möchte? Warum nicht! Auf diese Weise kommt jeder aus seiner Netzwerk Blase heraus, um neue Leute kennenzulernen.

Und so begann die Erfolgsgeschichte von Let’s Get Digital. Die Herren erhielten aufgrund der Gruppen Quarantäne nationale Aufmerksamkeit von SBS6, dem BNR-Nachrichten Radio und vielen anderen Medien. Die Plattform stellt sich als funktionsfähig heraus. Tatsächlich fängt es an zu fliegen. Umsätze verdreifachen die besten Prognosen…

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